Grillkunde: Welcher Grill passt zu mir?

September 2, 2013 by  
Erschienen unter Allgemein

Voller Vorfreude wartet jedes Jahr die stetig wachsende Zahl von Grillfans auf das Frühjahr. Dann kann endlich der eigene Grill wieder angeworfen werden. Wenn allerdings der alte Grill langsam seinen Geist aufgibt, dann muss ein neuer Grill her. Doch die Auswahl ist riesig. Für welchen Grill sollen Sie sich nun entscheiden?

Baumärkte, Einkaufszentren und Online-Shops sind voll damit. Überall lacht das Angebot, um mit einem neuen Grill in die Saison zu starten. Soll es in diesem Jahr ein Smoker, ein Kugelgrill oder ein Gasgrill sein. Meist ratlos steht so der noch etwas unerfahrene Griller vor dem riesigen Angebot. Daher gibt es hier eine kurze Vorstellung, zu welchem Grill Sie greifen sollten.

Der klassische Rundgrill

Wer zunächst mit einem kleinen Etat für gelegentliches Grillen einsteigen möchte, sollte zu dem Klassiker greifen: der Rundgrill. Wer nur selten im Jahr zum Grill greifen will, der ist mit diesem Klassiker bestens gedient. Dafür bekommt er runde Grillschale mit dazu passendem Grillrost. Das gesamte Gestell steht auf drei bzw. vier Beinen. Günstige Angebote sind teilweise schon für 10 Euro an der nächsten Tankstelle oder im Baumarkt zu bekommen.

Allerdings wird wohl dieser Grill nur eine Saison halten, bis der Rost die schlechte Emailleschicht durchfressen hat. Besonders das Emaille leidet unter Wettereinflüssen, der Hitze und dem Fett. Wer etwas mehr investieren möchte, sollte zu einer Grillschale aus Edelstahl greifen, bei der nicht nach wenigen Wochen die Halterungen verrostet sind.

Der schicke Edelstahlgrill

Wer die nächste Stufe des Grillens erklimmen möchte, sollte zu einem Edelstahlgrill greifen. Hier wird rostfreier Stahl verbaut, der dem Grill durch das Gewicht einen deutlich besseren Halt gibt und gegenüber allen Einflüssen fast unverwüstlich ist. Rost gehört endgültig der Vergangenheit an. Auch hier gibt es natürlich unzählige Varianten, die teilweise Schritt für Schritt erweitert werden können. Der Einstieg liegt meist bei 50 Euro.

Der luftige Kaminzuggrill

Bekanntlich sorgt Luft für ein deutlich besseres Brennen der Grillkohle. Wer besonderen Wert auf ein schnelles Grillvergnügen und besonders hohe Temperaturen während des Grills legt, für den kommt vielleicht ein Kaminzuggrill in Frage. Hier befindet sich unterhalb der Feuerschale ein Rohr, durch das die Luft reguliert zum Grillfeuer gelangt. Dieses Rohr dient auch gleich als Standbein für den Grill. Auch hier ist die Preisspanne riesig und ist abhängig von Größe und Ausstattung des Grills.

Der geschlossene Kugelgrill

Der aus den USA stammende Kugelgriff scheint sich auch hierzulande zunehmend in der Grillszene durchzusetzen. Der Kugelgriff besteht aus einer zweiteiligen Kugel, wobei der obere Teil der Kugel als abnehmbarer Deckel dient und der untere Bereich der eigentliche Grill ist. Hier befinden sich auch die Kohle und der Grillrost. Unterhalb sorgt ein Kaminrohr für ausreichende Luftversorgung.

Der Kugelgrill ermöglicht das direkte und indirekte Grillen. Beim direkten Grillen befindet sich die Grillkohle direkt unter dem Grillgut. Ein Deckel wird in diesem Fall nicht benötigt. Hier wird wie bei dem klassischen Rundgrill gegrillt.

Beim indirekten Grill wird die Kohle seitlich im Grill positioniert. Dadurch tropft das Grillfett in die Mitte des Grills und nicht in die Kohle. Hier wird dann ein Gefäß aufgestellt, das auch mit Wasser oder Bier befüllt werden kann. Durch den geschlossenen Deckel wird das Fleisch nur gegart. Durch eine regulierbare Luftzufuhr kann der Grillvorgang innerhalb der Kugel kontrolliert werden.

Der professionelle Smoker

Die Krone des Grillens stellen sogenannter Smoker dar. Dabei funktioniert ein Smoker eher nach dem Prinzip des Räucherns. Dabei besteht dieser typisch amerikanische Grill aus zwei unterschiedlichen Grill-Trommeln. In einer befindet sich das Fleisch, das auf einem Rost liegt, in der zweiten Trommel ist die brennende Kohle. Die Grundidee beim Smoker ist die absolute Trennung von Grillkohle und Fleisch. So können auch keine gefährlichen Partikel vom Verbrennen der Kohle in das Fleisch gelangen.

Durch eine Verbindung beider Trommeln gelangt die Hitze zu dem Grillgut. So wird das Fleisch langsam und schonend gegart. Der Vorgang dauert im Vergleich zum direkten Grillen deutlich länger, dafür ist das Ergebnis besonders aromatisch und zart. Zudem können im Smoker auch deutlich größere Mengen an Grillgut zubereitet werden. Dafür ist die Anschaffung eines Smokers nicht ganz günstig.

Sonderformen des Grillens

Eine besondere Form bietet der sogenannte Schwenkgrill, der nach dem direkten Grill-Prinzip funktioniert, allerdings an einem speziellen Gestell aufgehängt wird. Er wird meist dort eingesetzt, bei denen größere Mengen an Fleisch gegrillt werden sollen. Wer einen festen Grill für den Garten sucht, ist mit einem gemauerten Grillkamin bestens gerüstet. Auch dieser funktioniert nach dem direkten Grillprinzip. Einen Grillkamin bekommen Sie auch aus Fertigteilen in Baumärkten. Hier müssen dann nur die Einzelteile übereinander gestellt werden.

Wem das normale Grillen zu aufwendig ist, der greift zum Gasgrill oder zum Elektrogrill. Beim Gasgrill wird die Kohle durch eine Gasflamme erseht. Dafür muss das Gas über einen Schlauch aus einer Gasflasche herbei geführt werden. Das Grillen geschieht schnell und mit minimaler Rauchentwicklung. Wer gänzlich auf eine offene Flamme verzichten will, nimmt sich einen Elektrogrill. Der Grill wird einfach eine Steckdose gehängt und das Fleisch oder die Beilagen werden durch glühende Heizstäbe gebraten. Die Aufführungen und die Ausstattungen sind vielfältig.

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  1. […] den meisten Grillern wird die Entscheidung für den passenden Grill durch zwei Aspekte bestimmt. Zunächst spielt der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle. Hier […]



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